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Irian Jaya Teppichpython
Irian Jaya Teppichpython
Verbreitung | Teile Neuguineas und NW-Australien |
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Lebensraum | verschiedene Waldgebiete bis Eukalyptussavanne, dämmerungs- bis nachtaktiv |
Fortpflanzung | ca. 12 bis 15 Eier, Zeitigungsdauer bei etwa 29 °C zwischen 70 und 80 Tage |
Lebenserwartung | über 20 Jahre |
Grösse | ca. 180 bis 200cm |
Luftfeuchtigkeit | 70-90% |
Temperatur | Lufttemperatur am Tage 28-30 °C, lokale Erwärmung bis 33 °C. Nachtabsenkung auf 23 °C. |
Beleuchtung | T5 Leuchtstoffröhren und lokale, mit Gitter geschützte Wärmespots |
Bodengrund | lockeres, saugfähiges Substrat z.B. Pinienrinde |
Einrichtung | Klettermöglichkeiten unbedingt notwendig, unterschiedliche Verstecke und ein Wassergefäß bilden die Grundausstattung. |
Futter | Mäuse und Ratten in geeigneter Grösse |
Bemerkungen | Tiere aus Neuguinea bleiben meist kleiner |
Terrariumgrösse | gemäss aktueller TSchV |
Morelia spilota harrisoni, auch bekannt als Papua Teppichpython oder Irian Jaya Teppichpython, ist eine Unterart des weit verbreiteten Teppichpythons und stammt aus Australien, genauer gesagt aus dem östlichen Küstenbereich von Queensland bis New South Wales. Sie bewohnt bevorzugt feuchte bis trockene Wälder, offene Buschländer, Graslandschaften und sogar menschliche Siedlungsnähe, wo sie in Gärten, Scheunen oder Plantagen anzutreffen ist. Diese hohe Anpassungsfähigkeit macht sie zu einer der erfolgreichsten und bekanntesten Pythons Australiens. Der Irian Jaya Teppichpython gilt als äusserst anpassungsfähig, sowohl in Bezug auf den Lebensraum als auch auf klimatische Bedingungen, da sie von tropischen bis gemässigten Regionen vorkommt.
Die Irian Jaya Teppichpython zeichnet sich durch eine variable, aber stets beeindruckende Färbung aus. Ihre Grundfarbe variiert zwischen gelblich, olivbraun, graubraun bis zu einem kräftigen Beige, durchzogen von einem markanten Muster aus dunklen, oft schwarzen Sattelflecken und Streifen, die ihr das typische Teppichmuster verleihen. Diese Musterung dient ihr als perfekte Tarnung am Waldboden, im Geäst oder zwischen Felsen. Der Körperbau ist schlank, aber kräftig und gut bemuskelt, wodurch sie sowohl als Kletterer als auch als Bodenschlange sehr geschickt agieren kann. Die Kopf-Rumpf-Länge erreicht bei ausgewachsenen Tieren meist zwischen zwei und drei Metern, einzelne Exemplare können jedoch auch Längen von bis zu dreieinhalb Metern überschreiten. Der Kopf ist deutlich vom Hals abgesetzt, keilförmig und mit auffälligen Augen versehen, die über senkrecht geschlitzte Pupillen verfügen. Wie andere Pythons auch besitzt Morelia spilota harrisoni Wärmesinnesgruben an der Oberlippe, mit denen sie Beutetiere selbst in völliger Dunkelheit wahrnehmen kann.
Der Papua Teppichpython ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber sucht er sich schattige oder geschützte Ruheplätze, während er in den kühleren Abend- und Nachtstunden aktiv auf Beutefang geht. Ihre Ernährung besteht hauptsächlich aus Kleinsäugern wie Nagetieren, Fledermäusen und gelegentlich Vögeln und Reptilien. In Siedlungsnähe sind auch Ratten und Mäuse häufige Beutetiere, was der Art gelegentlich den Ruf eines nützlichen "Schädlingsbekämpfers" eingebracht hat. Die Jagd erfolgt stets aus dem Hinterhalt. Sobald sich ein geeignetes Beutetier nähert, schlägt sie blitzschnell zu, packt es mit dem Maul und erdrosselt es durch kräftige Umschlingung.
Die Fortpflanzung erfolgt ovipar. Nach der Paarung legt das Weibchen meist zwischen zehn und zwanzig Eier, die es in einem geeigneten Versteck deponiert. Während der gesamten Inkubationszeit bleibt das Weibchen bei den Eiern, schützt diese aktiv vor Feinden und reguliert durch Muskelzittern die Temperatur im Gelege. Die Jungtiere schlüpfen nach rund zwei bis zweieinhalb Monaten und sind vom ersten Moment an selbstständig. Auffällig ist, dass Jungtiere meist eine kontrastreichere Färbung aufweisen, die sich im Laufe der Jahre etwas abschwächt und in die typische Musterung der Adulttiere übergeht.
In der Terraristik erfreut sich Morelia spilota harrisoni grosser Beliebtheit, da sie sich bei artgerechter Haltung als robust, stressresistent und verhältnismässig gut händelbar zeigt. Dennoch sollte beachtet werden, dass Irian Jaya Teppichpythons zu den etwas lebhafteren und temperamentvolleren Pythonarten zählen können, besonders in der Jugend. Mit zunehmendem Alter werden die Tiere meist ruhiger und lassen sich gut beobachten. Ihre attraktive Färbung, das charakteristische Verhalten und die interessante Mischung aus Boden- und Klettergewohnheiten machen sie zu einer der interessantesten australischen Schlangenarten.