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Regenwald Teppichpython
Regenwald Teppichpython
Verbreitung | Australien, Nordosten im Bundesstaat Queensland. |
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Lebensraum | Subtropischen und tropischen Regenwälder. Gerne an Flussläufen. |
Fortpflanzung | Das weibliche Tier sollte ca. 4 Jahre und das männliche 3 Jahre alt sein. Paarungszeit: Dezember - Februar. Gelege zwischen 7-16 Eier. Inkubation bei ca. 31-32 °C mit einer LF von über 90% während ca. 60 Tagen. |
Lebenserwartung | Ca. 15 -20 Jahre |
Grösse | Gesamtlänge von 140-220 cm. Männchen meistens bisschen länger als Weibchen. |
Temperatur | Tagsüber: 26-29 °C Nachts: 23-25 °C Spotstrahler zum Sonnenbaden tagsüber: 36-45 °C. |
Luftfeuchtigkeit | Tagsüber bei ca. 70-80%. Nachts ca. 90-100%. |
Beleuchtung | Spotstrahler mit Schutzgitter zum Sonnenbaden. Eine Neonröhre mit leichten UVA/UVB Werten kann jedoch verwendet werden. |
Bodengrund | Woodmix, Pinienrinde oder ähnliches lockeres und saugfähiges Material. |
Einrichtung | Reichlich Kletteräste. Einige Versteckmöglichkeiten. Wasserschale. |
Futter | Sind meistens gute und gierige Fresser. Mäuse und Ratten in geeigneter Grösse. |
Bemerkungen | Sehr flinkes und bewegliches Tier. Sehr kontrastreiche Färbung und Musterung. |
Terrariumgrösse | gemäss aktueller TSchV |
Morelia spilota cheynei, besser bekannt als Regenwald Teppichpython respektive Dschungel-Teppichpython, ist eine der bekanntesten und auffälligsten Unterarten der Teppichpythons. Diese Art ist im Nordosten Australiens, insbesondere in den tropischen Regenwäldern von Queensland, beheimatet. Dort bewohnt sie bevorzugt feuchte Wälder, Flussufer, Busch- und Waldränder, kommt aber auch in der Nähe menschlicher Siedlungen vor. Sie ist sowohl am Boden als auch in Bäumen aktiv und gehört damit zu den sogenannten halb-arborealen Schlangen. Ihre Fähigkeit, geschickt zu klettern und sich ebenso effektiv am Boden zu bewegen, macht sie zu einem anpassungsfähigen Räuber in ihrem Lebensraum.
Die Färbung von Morelia spilota cheynei ist besonders auffällig und der Grund für ihre grosse Beliebtheit. Sie besitzt eine kontrastreiche Musterung aus schwarzen und intensiv gelben bis cremefarbenen Flecken und Streifen, die sich netzartig über den Körper ziehen. Die Ausprägung der Musterung kann von Tier zu Tier variieren, doch die starke Zeichnung ist für diese Unterart typisch. Der Körperbau ist schlank, dennoch muskulös und robust, mit einer durchschnittlichen Länge von zwei bis zweieinhalb Metern, wobei manche Weibchen auch die Drei-Meter-Marke überschreiten können. Der Kopf ist deutlich vom Hals abgesetzt, keilförmig geformt und mit auffällig grossen Augen versehen, die durch ihre senkrecht geschlitzten Pupillen perfekt an das Leben in der Dämmerung und Nacht angepasst sind.
Morelia spilota cheynei ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber ruht sie meist in Bäumen oder unter dichter Vegetation, bevor sie in den kühleren Abendstunden aktiv wird. Sie ist ein klassischer Lauerjäger, der sich auf seine Tarnung, Geduld und die blitzschnelle Reaktionsfähigkeit verlässt, um Beute zu ergreifen. Ihr Nahrungsspektrum umfasst vor allem kleine bis mittelgrosse Säugetiere, Vögel und gelegentlich Reptilien. In der Nähe menschlicher Siedlungen jagt sie oft Nagetiere und leistet dadurch sogar einen wertvollen Beitrag zur natürlichen Schädlingsbekämpfung. Nach dem Ergreifen der Beute erfolgt das typische Würgen mit den kräftigen Körperwindungen, bevor sie die Beute im Ganzen verschlingt.
Die Fortpflanzung dieser Art erfolgt ovipar. Nach der Paarung legt das Weibchen meist zwischen zehn und zwanzig Eier, die sie in einem geschützten Versteck deponiert und bis zum Schlupf der Jungtiere intensiv bewacht. Während der gesamten Inkubationszeit reguliert das Weibchen die Temperatur durch Muskelzittern und schützt das Gelege vor Fressfeinden. Nach rund zwei Monaten schlüpfen die Jungtiere, die bereits selbstständig und voll entwickelt sind. In den ersten Lebensmonaten zeigen sie oft eine besonders kontrastreiche und intensive Färbung, die sich mit zunehmendem Alter leicht abschwächen kann, ohne dabei den typischen Farbcharakter der Art zu verlieren.
In der Terraristik zählt Morelia spilota cheynei zu den beliebtesten Pythonarten. Ihre attraktive Erscheinung, die interessante Lebensweise und das meist gut händelbare Verhalten machen sie zu einer geschätzten Art sowohl für Einsteiger mit Erfahrung als auch für fortgeschrittene Halter. Trotz ihrer gelegentlichen temperamentvollen Art, besonders bei Jungtieren, zeigen adulte Tiere oft ein ruhiges, gelassenes Verhalten. Voraussetzung für eine erfolgreiche Haltung sind ein geräumiges, strukturiertes Terrarium mit Klettermöglichkeiten, eine geeignete Temperaturführung sowie eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit. Wer diese Bedingungen erfüllt, wird mit einer äusserst interessanten und optisch beeindruckenden Schlange belohnt.