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Zwerg Netzpython Kayuadi
Zwerg Netzpython Kayuadi
Verbreitung | Indonesien; Sundainsel Kayuadi in der Floressee |
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Lebensraum | tropisches Flachland, Gewässernähe, sumpfigen Gebiet, dämmerungs- bis nachtaktiv |
Fortpflanzung | ca. 20 Eier, Zeitigungsdauer bei 29-31 °C über 80 Tage |
Lebenserwartung | über 20 Jahre |
Grösse | ca. 180cm bis 210cm. Bis dato keine grösseren Tiere, welche garantiert aus Kayuadi stammen. |
Luftfeuchtigkeit | 70-90% |
Temperatur | Bodentemperatur zwischen 26-28 °C, lokale Erwärmung bis 33 °C. Nachtabsenkung auf 21 °C |
Beleuchtung | T5 Leuchtstoffröhren und lokale Wärmespots mit Gitterschutz |
Bodengrund | lockeres, saugfähiges Substrat (z.B. Repti Bark) |
Einrichtung | Klettermöglichkeiten unbedingt notwendig, unterschiedliche Verstecke wie Kork und ein grosses Wassergefäss bilden die Grundausstattung. |
Futter | Ratten und Mäuse in geeigneter Grösse sowie Küken |
Bemerkungen | Die Kayuadi Form ist wesentlich ruhiger als die Java Netzpythons. Nur paarweise halten, da Männchen sich töten. |
Terrariumgrösse | gemäss aktueller TSchV |
Python reticulatus jampeanus, auch bekannt als Zwerg Netzpython Kayuadi oder Kayuadi-Netzpython, ist eine seltene und inseltypische Unterart des bekannten Netzpythons, die ausschliesslich auf einigen kleinen Inseln Indonesiens, insbesondere der Insel Kayuadi und umliegenden Gebieten, vorkommt. Diese Inselvariante unterscheidet sich deutlich von der nominotypischen Form, insbesondere durch ihre geringere Endgrösse, ihre kompaktere Statur und einige Besonderheiten in der Färbung. Während der gewöhnliche Netzpython als die längste Schlange der Welt gilt und regelmässig Längen von über sechs Metern erreicht, bleibt Python reticulatus jampeanus mit etwa drei bis vier Metern deutlich kleiner, was sie unter Schlangenhaltern und Züchtern besonders beliebt macht. Trotz ihrer geringeren Grösse bleibt sie eine kräftige und muskulöse Schlange, die in ihrem Lebensraum eine wichtige Rolle als Beutegreifer einnimmt.
Der Lebensraum dieser Unterart umfasst hauptsächlich tropische Wälder, Küstenregionen und vegetationsreiche Übergangszonen, in denen sie sich sowohl auf dem Boden als auch in Bäumen fortbewegt. Besonders auffällig bei Python reticulatus jampeanus ist die typische, netzartige Musterung, die der gesamten Art ihren Namen gegeben hat. Im Vergleich zum Festland-Netzpython wirken die Farben dieser Unterart oft etwas matter und die Musterung weniger kontrastreich, was sich gut an das Licht- und Schattenspiel der insularen Vegetation anpasst. Die Grundfarbe variiert von gelblich-braun bis olivfarben, durchzogen von den für Netzpythons typischen schwarzbraunen Linien und Rauten. Diese Tarnung ermöglicht es ihr, sich sowohl auf dem Waldboden als auch im Geäst nahezu unsichtbar zu machen.
Wie alle Netzpythons ist auch Python reticulatus jampeanus ein klassischer Lauerjäger. Beutetiere wie Vögel, kleine bis mittelgrosse Säugetiere und gelegentlich Reptilien gehören zu ihrer Nahrung. Sie verlässt sich bei der Jagd auf eine Kombination aus perfekter Tarnung, Geduld und blitzschnellem Zugriff. Die Beute wird nach dem Ergreifen sofort mit kräftigen Körperwindungen erstickt und dann im Ganzen verschlungen. Typisch für diese Art ist die nächtliche Aktivität, während sie sich tagsüber gerne in Felsspalten, unter Baumwurzeln oder im dichten Pflanzenbewuchs versteckt.
Die Fortpflanzung erfolgt ovipar. Nach der Paarung legt das Weibchen zwischen zehn und zwanzig Eier, die es sorgfältig bewacht und durch Muskelzittern auf der optimalen Bruttemperatur hält. Nach etwa zwei bis drei Monaten schlüpfen die Jungtiere, die von Beginn an selbstständig sind und sich von kleineren Beutetieren ernähren. Auch die Jungtiere zeigen bereits die typische Netzzeichnung, wirken farblich aber oft etwas intensiver als adulte Tiere.
In der Terraristik wird Python reticulatus jampeanus wegen ihrer moderaten Grösse und des beeindruckenden Erscheinungsbildes gerne gehalten, bleibt aber eher eine Schlange für erfahrene Halter. Trotz ihres allgemein ruhigen Wesens kann sie bei Unsicherheit oder Stress schnell abwehrend reagieren. Wichtig ist, dass sie aufgrund ihrer Herkunft eine feucht-warme Umgebung mit ausreichend Versteckmöglichkeiten, Kletterstrukturen und einem Badeplatz benötigt, um sich wohlzufühlen. Die Pflege dieser seltenen Unterart verlangt Kenntnisse über das Verhalten von Grosspythons und die speziellen klimatischen Bedingungen der Herkunftsregion. Wer sich diesen Herausforderungen stellt, wird mit einer aussergewöhnlichen und ästhetisch beeindruckenden Schlange belohnt, die unter den Netzpythons eine besondere Stellung einnimmt.